Nachdem es nun wahrscheinlich geworden ist, dass am 18.2. kein größerer Naziaufmarsch in Dresden stattfinden wird, haben Nazis eine Demo in Worms angemeldet. Die Stadt Worms hat den Nazis eine Alternativroute zugebilligt, das heißt die Nazis dürfen marschieren. Die Route der Nazis findet ihr hier! Die kritische linke unterstützt mit anderen Gruppen den Bündnisaufruf zu Protesten und Widerstandsaktionen. Eine Pressemitteilung unseres Bündisses gibt es auch. Achtet dort auch auf  aktuelle Informationen!

Bitte seid vorsichtig und passt auf euch: Es ist davon auszugehen, dass Nazis aus der Region auch unterwegs sein werden. Reist am besten nicht alleine an! Eine gemeinsame Abfahrt von Antifaschist_innen findet auch in Mainz statt:

Mainz 10:00 Uhr Treffpunkt, Abfahrt 10:13 Uhr mit Regionalexpress auf Gleis 5a

Georg Elser – ein Terrorist?

Posted: Januar 30, 2012 in Allgemein

Vortrag und Diskussion mit Matheus Hagedorny in Kooperation mit Jungdemokrat_innen / Junge Linke RLP

Mittwoch, 8.2.2012, 19 Uhr Hörsaal P 7, Philosophicum, Uni-Campus Mainz

Johann Georg Elser brachte am 8. November 1939 eine selbstgebaute Bombe im Münchner Bürgerbräukeller zur Detonation – und verfehlte das Hauptziel Adolf Hitler nur durch Zufall. Es sollte bis in die 1960er Jahre dauern, bis der ideologische Schutt aus Verschwörungstheorien und Gerüchten über dem Attentat abgetragen war und die so simple wie ungeglaubte Tatsache der Alleintäterschaft freigelegt wurde. Der Kunstschreiner Elser hatte 1938, im Jahr des pazifistisch gesinnten Münchner Abkommens, in einsamer Entscheidung seine „politische Beurteilungskompetenz” (Lothar Fritze) überschritten und sich ohne jede Rückendeckung entschlossen, den Nazi-Terror an seinem mythischen Ursprungsort zu terrorisieren.

Dieser private Krieg Elsers gegen die Naziführung denunziert zunächst die Selbststilisierung der „kleinen Leute”, die nach 1945 verbissen auf ihre Ohnmacht verweisen sollten, welche in der Summe allerdings die größten Verbrechen möglich machte. Blamiert wurde mit ihm aber auch die Pflichtverstrickung derjenigen militärischen Dissidenten, die 1939 – auf einem Höhepunkt von Hitlers Popularität – wohl „umstandslos geputscht [hätten], wenn der Führer es ihnen befohlen hätte” (Eike Geisel).

Der „Bürgerbräu-Attentäter” sah sich einer nationalsozialistischen Volksgemeinschaft gegenüber, die anders als herkömmliche Diktaturen den „Gehorsam ohne Befehl” (Clemens Nachtmann) kultivierte. Elser wusste sehr genau, dass selbst die Tötung der im Bürgerbräukeller versammelten Parteielite den Nationalsozialismus nicht hätte beseitigen können. Präzise wie nur Wenige begriff Elser, was unbedingt zu tun war und dass es doch wohl kaum etwas gegen die Tendenz einer sich barbarisch auflösenden deutschen Gesellschaft ausgerichtet hätte.

Der Vortrag möchte die daraus erwachsene Einsamkeit des „fähigstenHitlergegners” (Hellmut G. Haasis) auf den Begriff bringen und sich dabei die Frage vorlegen, ob Georg Elser überhaupt in eine Typologie des Terroristen, Partisanen oder Guerillero integrierbar ist, für die jeweils ein gewisser gesellschaftlicher Rückhalt vorausgesetzt wird, um ihn vom gewalttätigen Einzeltäter zu unterscheiden. Es geht letztlich um die Frage, unter welchen Bedingungen (politische) Gewalt nicht nur legitim, sondern geboten ist und warum praktische Vernunft spätestens seit dem deutschen Vernichtungskrieg mit dem Pazifismus unvereinbar geworden ist.

Matheus Hagedorny ist Mitbegründer der Gruppe Georg Elser und Referent für politische Bildung des AStA der Universität Bonn.

Veranstaltung auf Facebook: http://www.facebook.com/events/316047505112888/

Kollektiver Kirchenaustritt die 2te

Posted: Januar 24, 2012 in Allgemein

Nachdem letztes Jahr die erste Kirchenaustrittsparty vor dem Standesamt Mainz stattgefunden hat, gehts dieses Jahr in die zweite Runde:

Unter dem Motto: Austritt zum Hasenfest 2012

Kommt zur Party! Zusammen austreten macht mehr Spaß!

Senatswahl am 17. + 18. Januar

Posted: Januar 9, 2012 in Allgemein

warum wählen?

— „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten“ (Rosa Luxemburg)
Wahlen ändern eben nichts an den nationalstaatlichen und kapitalistischen Bedingungen,
in deren Rahmen die Gewählten dann Entscheidungen treffen können.
Dies gilt auch für die anstehenden Senatswahlen.

Der Senat ist das wichtigste beschlussfassende Organ der Universität. Er nimmt alle Angelegenheiten wahr, die die gesamte Hochschule angehen, wie z.B. die Einrichtungen von Studiengängen oder die Organisation wissenschaftlicher Einrichtungen (Institute). Außerdem genehmigt er die Beschlüsse der Fachbereichsräte wie Berufungen von Professor_Innen, Studienordnungen sowie den jährlichen Haushalt. Weiterhin beschließt der Senat auch die Grundordnung und legt Zulassungsbeschränkungen fest. Direkten Einfluss auf Entscheidungen in der Universität haben Studierende nur durch die studentischen Vertreter_Innen im Senat, die dort aber nur eine kleine Minderheit gegenüber den Professor_Innen bilden.

Daher können wir zwar nicht das bestehende universitäre System stürzen, dafür aber Entscheidungen transparent machen, kritisieren, uns einmischen und rumpöbeln.

Deshalb: kritische linke wählen.

mehr Infos und unsere Flyertexte findet ihr hier.

Campus Mainz Kooperations-Vertrag

Posted: Dezember 12, 2011 in Allgemein

Der Vertrag zum Campus Mainz Portal wurde letzten Mittwoch im StuPa abgestimmt und verabschiedet. Die Koalition wollte nach wie vor eine Nicht-Öffentlichkeit bei der Verhandlung durchsetzen, ist jedoch an der 2/3 Mehrheit, die dafür notwendig gewesen wäre gescheitert. Der Vertrag wurde hochschulöffentlich vorgestellt und abgestimmt.

Hier könnt ihr den  gesamten Vertragstext lesen, den der SDS Mainz auf seiner Homepage veröffentlicht hat.

Pressemitteilung

Posted: Dezember 1, 2011 in Allgemein
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Zur Diskussion rechter Gewalt fordert die kritische linke ein Umdenken des Landes RLP

Anlässlich der jüngsten Erkenntnisse um nazistische Gewalttaten in Deutschland fordert die studentische politische Hochschulgruppe kritische linke an der Universität Mainzdie rheinland-pfälzische Regierung zum Umdenken auf: Initiativen gegen rechte Gewalt dürfen nicht weiter Steine in den Weg gelegt werden, faschistische Tendenzen dürfen nicht weiter gefördert werden.

„Das Land Rheinland-Pfalz behindert aktiv das Engagement von Initiativen gegen Rechts, wie die Entwicklungen um die VVN-BdA erst kürzlich wieder zeigte“ erklärt Nico Klein, Senator der Uni Mainz für die kritische linke.

Erst im September diesen Jahres hat das Finanzamt Mainz dem rheinland-pfälzischen Landesverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)  die Gemeinnützigkeit aberkannt.  Damit zeigte die rot-grüne Koalition keine Entschlossenheit gegen Faschist_innen sondern gegen Antifaschist_innen. „Die jüngsten Ereignisse zeigen einmal mehr, Engagement gegen Neonazis und Aufklärung über die deutsche nationalsozialistische Vergangenheit sind nicht nur gemeinnützig, sie sind für eine erstrebenswerte Gesellschaft unerlässlich.“ stellt die Studierendenparlamentsabgeordnete Sandra Pöhn (kritische linke) fest.

Gleichzeitig gelte es, auch die Arbeit des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes auf den Prüfstand zu stellen. Dass der Verfassungsschutz RLP laut Innenminister Roger Lewentz „keine V-Leute in NPD-Führungsstrukturen“ habe reiche nicht. „Solange der Verfassungsschutz weiterhin V-Leute in der NPD finanziert, welche mit diesen Geldern die NPD unterstützen, betreibt der Verfassungsschutz Basisarbeit für die NPD.“ kritisiert Merlin Wolf, ebenfalls kritische linke. „Es stellt sich die Frage ob ein Geheimdienst überhaupt mit dem Transparenzgebot eines demokratischen Rechtsstaats übereinstimmen kann.“

CampusMainz im StuPa

Posted: November 25, 2011 in Allgemein

In der Sitzung des Studierendenparlaments am letzten Mittwoch hat sich die Lage um das Projekt CampusMainz zugespitzt (unsere Kritik am Projekt hier). Es wurde gefordert die Diskussion um den Kooperationsvertrag zwischen CampusMainz und dem AStA unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu führen. Die Opposition forderte daraufhin den Tagesordnungspunkt hochschulöffentlich zu behandeln, was auch angenommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war uns aber noch nicht klar, dass hochschulöffentlich bedeutet, dass wir in unserer Oppositionsarbeit insoweit eingeschränkt werden, dass wir den Vertrag und die darum geführte Diskussion nicht frei publizieren dürfen, da die Homepages auch für Menschen zugänglich sind, die nicht immatrikuliert sind oder an der Uni arbeiten.
Daraufhin wurde gefordert, die Debatte öffentlich zu führen, was von der Koalition abgelehnt wurde. Wir lassen uns nicht in unserer Arbeit einschränken und halten es für inakzeptabel, dass den Studierenden wichtige Informationen vorenthalten werden, die nun einmal am wirksamsten im Internet verbreitet werden können.
Deshalb verließ die linke Opposition( kritische linke, campusgrün und sds) geschlossen den Raum.
Die Debatte wurde vertagt auf den nächsten Mittwoch.

Wir hoffen, dass die Koalition bis dahin einsieht, dass dieses Projekt nicht hinter geschlossenen Türen verhandelt werden darf und uns nicht weiter in unserer Arbeit behindert.
Falls dies nicht der Fall sein sollte, werden wir an der Diskussion nicht teilnehmen.

CampusMainz – das Projekt deines Lebens

Studierende und Ehemalige der Universität haben das Projekt CampusMainz ins Leben gerufen. CampusMainz soll auf einer Homepage alle Informationen über Campus, Uni und Leben in Mainz vereinigen. Durch die Einbindung von Universitätsleitung, Studierendenwerk sowie Allgemeinem Studierendenausschuss (AStA) soll das Projekt finanziert sowie seine breite Unterstützung sichergestellt werden. Doch ist diese zunächst unproblematisch erscheinende Seite wirklich notwendig oder sogar mit einigen Risiken verbunden?

Redundante Informationen

Die Seite soll Informationen der Projektpartner_innen bündeln und den Studierenden somit leichter zugänglich machen. Zusätzlich sollen bisher externe Angebote wie Wohnplatzbörse, Stellenwerk oder Terminkalender für Kulturprojekte entstehen. Dabei ist hier zum einen die Redundanz dieser Informationen offensichtlich und zum anderen gerade im Bereich des Kultur-Terminkalenders von einer massiven Benachteiligung kleinerer und alternativer Projekte auszugehen, da sie nicht in den universitären Mainstream passen.

CampusMainz – bezahltes Chaos

Der Verein und die Ideen existieren bereits, die Verhandlungen mit den Partner_innen laufen, doch die inhaltliche Ausgestaltung des Projekts ist weiter unklar. So ist bisher noch kein Mehrwert, außer für die drei Sponsor_innen, erkennbar. Wie wird beispielsweise für die kleinen Gruppen geworben, die im Uni-Alltag oft nicht gesehen werden? Wie können sich Gruppen und Einzelpersonen zu Stellungnahmen der Uni oder des AStA positionieren? Und wenn ja, wie viel Raum wird ihnen im Verhältnis zu den Geldgeber_innen gewährt? Oder wird es unnötig sein, sich zu positionieren? Denn CampusMainz soll eigentlich ja unpolitisch sein. Das wird sich jedoch schwer umsetzen lassen, wenn ein politisches Gremium der studentischen Selbstverwaltung das Projekt mitfinanziert.

Deine Uni, dein Campus, dein Leben

Durch die vier Säulen des Projekts, Studis/Alumni, Kultur, Service und Informationsvermittlung wird unter dem Deckmantel CampusMainz eine Zwangsidentität geschaffen, der sich alle Studierenden und Freund_innen der Universität zugehörig fühlen sollen, denn der Entwurf des Kooperationsvertrages sieht in seiner Präambel als Ziel unter anderem die Steigerung der Bindung der Studierenden an die JGU vor. Möchten die Studierenden aber auf diese Weise an ihre Uni gebunden werden? Eine Universität, die durch Numeri Clausi Studierenden das Recht auf freie Berufswahl verwehrt und sich vor allem der Exzellenzförderung herausragender Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen statt der Förderung möglichst aller widmet, muss kritisiert werden. Ein Studierendenwerk, welches statt sozialem Wohnungsbau vor allem Luxus-Einzelappartements für den reichen Teil der Studierenden baut, muss kritisiert werden, statt dass ein gemeinsamer Auftritt für den Speiseplan, der nicht genügend vegane und vegetarische Alternativen anbietet, geschaffen wird.

Mitgehangen, mitgefangen

Das Gerüst für CampusMainz muss gekauft und befüllt werden. Das kostet natürlich und das nicht zu knapp. Um das Projekt aufzubauen muss sich der AStA für 5 Jahre verpflichten, jährlich 10.000€ zu zahlen. Des Weiteren ist fraglich inwieweit das zurzeit in Hamburg laufende CampusPortal, in weiten Teilen Vorbild für CampusMainz, genutzt und von den Studierenden angenommen wird. Bei einer genaueren Betrachtung der Website CampusHamburg lassen sich jedenfalls einige Mängel feststellen, wie z.B. viele unnötige Doppelverlinkungen, keine durchgehend (oder einheitlich) verwendete geschlechtergerechte Sprache und eine gewisse Redundanz der auf dem Portal vorhandenen Informationen.

Nein zu CampusMainz – Ja zu alternativen Projekten

Die obengenannten Punkte sind für uns Grund genug das teure Projekt CampusMainz abzulehnen. Die Idee, Studierenden einen besseren Überblick über kulturelle Angebote und erweiterten Zugang zu Informationen zu verschaffen ist nicht schlecht, jedoch ist die Umsetzung in einer kostspieligen Homepage in dieser Form überflüssig.

Unterstützer_Innen: kritische linke, campus grün

03.12.2011, 15:00 Uhr
Antikapitalistische Demonstration “Gegen die IMK und ihre Freund_innen!”
Wiesbaden, Reisinger Anlagen gegenüber Hauptbahnhof
vom Bündnis gegen die IMK

04.12.2011, 15:00 – 16:00 Uhr
Workshop “Polizeikontakt und kreative Antirepression”
Haus Mainusch (Staudinger Weg 23, Mainz, Uni Campus)
von AG KARO

04.12.2011, 19:00 Uhr
Lesung “Herrschaftskritik.Analysen.Aktionen.Alternativen.”
Sabot (Dotzheimerstraße 37, Wiesbaden)
von AG KARO

07.12.2011, 17:00 Uhr
An­ti­ras­sis­ti­sche De­mons­tra­ti­on “I love Blei­be­recht für Alle!”
Wiesbaden Hauptbahnhof
von Ju­gend­li­che ohne Gren­zen (JOG)

hier der Jingle