Veranstaltungen im Juni

Veröffentlicht: Mai 23, 2012 in Allgemein

Zu folgenden Veranstaltungen im Juni wollen wir euch einladen:
(Hinweis zu Veranstaltungen im Haus Mainusch: Der Mietvertrag des Haus Mainusch wurden von der Uni gekündigt. Damit ist das Haus Mainusch akut bedroht und auf eure Unterstützung angewiesen!)

Samstag, den 02. und Sonntag, den 03.06.2012
kritische Buchmesse
im Philosophicum und im Haus Mainusch

Weitere Informationen und das Programm der Buchmesse der kritischen linken gibt es hier:
https://krili.wordpress.com/2012/04/18/kritische-buchmesse/ und http://www.facebook.com/events/396075037081169/

Dienstag, den 05.06.2012
Offenes Treffen der kritischen linken
20 Uhr, Haus Mainusch

am Mittwoch, den 06.06.2012, um 20 Uhr
Infoveranstaltung zum „war starts here“-Camp
im Haus Mainusch, Uni Campus Mainz

In der Altmark wird derzeit an Europas größtem Truppenübungsplatz für den Häuserkampf gebaut. Am 6. Juni läd die „war starts here“-Gruppe im Rahmen einer Mobitour zu einer Infoveranstaltung über das geplante Camp ein. Alle Interessierten können sich dort ein Bild davon machen. Zudem wird Raum für Diskussion und kritische Nachfragen gegeben.

veranstaltet vom „war starts here“-Camp (http://warstartsherecamp.org/)
http://www.facebook.com/events/270157969750201/

am Mittwoch, den 13.06.2012, um 18:30 Uhr
Konzert und Infoveranstaltung zur politischen Frauenarbeit in Kolumbien
im Haus Mainusch, Uni Campus Mainz

DIESE VERANSTALTUNG UND DER KOMPLETTE ABEND FALLEN LEIDER AUS! ES TUT UNS SEHR LEID!!!

am Freitag, den 29.06.2012, um 18 Uhr
Infoveranstaltung zur Geschichte und Struktur eines Inlandsgeheimdienstes
im Haus Mainusch, Uni Campus Mainz

Beim Inlandsgeheimdienst, der sich euphemistisch als „Verfassungsschutz“ tituliert, handelt es sich um eine der tragenden Säulen der bundesrepublikanischen Sicherheitsarchitektur, an deren
lückenlos-funktionaler Gebäudestruktur seit Jahrzehnten gearbeitet wird. Dieser föderal aufgebaute, auf Landesebene den jeweiligen Innenministerien angegliederte Nachrichtendienst, bei dem bis zuletzt offiziell nahezu 3.000 Personen beschäftigt waren, ist – unter alliierter Aufsicht – als antikommunistische Institution im November 1950 gegründet worden, um „Auskünfte über umstürzlerische, gegen die Bunderegierung gerichtete Tätigkeiten“ zu sammeln und an entsprechende Stellen weiterzuleiten. Obwohl im eigens hierfür erlassenen Bundesverfassungsschutzgesetz
(BVerfSchG) die Trennung geheimdienstlicher („nachrichtensammelnder“) und polizeilicher („exekutiver“) Tätigkeiten festgeschrieben wurde (zur Verhinderung der erneuten Herausbildung einer Geheimen Staatspolizei), tummelten sich gerade in den Anfangstagen der Etablierung dieser im Verborgenen agierenden Behörde viele ehemalige GeStaPo-Mitglieder bei den
Ämtern für „Verfassungsschutz“; in der Blockkonfrontation war es wichtig, den politischen Feind, der auch nach dem Zweiten Weltkrieg links zu verorten war und in Form der DDR direkt vor der Haustür stand, mit allen nachrichtendienstlichen Mitteln zu erfassen und letzten Endes zu zerschlagen.

Seither hat sich diese explizit antilinke Staatssicherheitsagentur zu einer selbständig operierenden politischen Akteurin entwickelt, die unter der konstruierten Prämisse, den Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu gewährleisten, im Extremfall Sprengstoffanschläge durchführt („Celler Loch“) oder die Existenz nazistischer Terrororganisationen absichert („NSU“).
Im Vortrag von Michael Dandl, Mitglied des Bundesvorstands der Antirepressionsorganisation Rote Hilfe e.V., wird es aber nicht nur um diese extremen, nichtsdestotrotz politisch gewollten „Entgleisungen“ gehen, sondern auch um alle Ebenen, die darunter anzusiedeln sind: vom alltäglichen Geschäft der geheimdienstlichen SammlerInnen und AuswerterInnen „antidemokratischer Bestrebungen“ über das Entsenden von MitarbeiterInnen des Innenministeriums zur Rekrutierung von Informant_innen aus der linken Szene bis hin zum gezielten Einsatz von „V-Personen“.
Ein Exkurs zur Geschichte des Inlandsgeheimdienstes wird den Vortrag einleiten.Im Anschluss an den Vortrag wird genug Zeit für Diskussionen und praxisnahe Einschätzungen bleiben.
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