Mit ‘Rechts-AStA’ getaggte Beiträge

Kritik am Großprojekt CampusMainz

Veröffentlicht: November 24, 2011 in Allgemein
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CampusMainz – das Projekt deines Lebens

Studierende und Ehemalige der Universität haben das Projekt CampusMainz ins Leben gerufen. CampusMainz soll auf einer Homepage alle Informationen über Campus, Uni und Leben in Mainz vereinigen. Durch die Einbindung von Universitätsleitung, Studierendenwerk sowie Allgemeinem Studierendenausschuss (AStA) soll das Projekt finanziert sowie seine breite Unterstützung sichergestellt werden. Doch ist diese zunächst unproblematisch erscheinende Seite wirklich notwendig oder sogar mit einigen Risiken verbunden?

Redundante Informationen

Die Seite soll Informationen der Projektpartner_innen bündeln und den Studierenden somit leichter zugänglich machen. Zusätzlich sollen bisher externe Angebote wie Wohnplatzbörse, Stellenwerk oder Terminkalender für Kulturprojekte entstehen. Dabei ist hier zum einen die Redundanz dieser Informationen offensichtlich und zum anderen gerade im Bereich des Kultur-Terminkalenders von einer massiven Benachteiligung kleinerer und alternativer Projekte auszugehen, da sie nicht in den universitären Mainstream passen.

CampusMainz – bezahltes Chaos

Der Verein und die Ideen existieren bereits, die Verhandlungen mit den Partner_innen laufen, doch die inhaltliche Ausgestaltung des Projekts ist weiter unklar. So ist bisher noch kein Mehrwert, außer für die drei Sponsor_innen, erkennbar. Wie wird beispielsweise für die kleinen Gruppen geworben, die im Uni-Alltag oft nicht gesehen werden? Wie können sich Gruppen und Einzelpersonen zu Stellungnahmen der Uni oder des AStA positionieren? Und wenn ja, wie viel Raum wird ihnen im Verhältnis zu den Geldgeber_innen gewährt? Oder wird es unnötig sein, sich zu positionieren? Denn CampusMainz soll eigentlich ja unpolitisch sein. Das wird sich jedoch schwer umsetzen lassen, wenn ein politisches Gremium der studentischen Selbstverwaltung das Projekt mitfinanziert.

Deine Uni, dein Campus, dein Leben

Durch die vier Säulen des Projekts, Studis/Alumni, Kultur, Service und Informationsvermittlung wird unter dem Deckmantel CampusMainz eine Zwangsidentität geschaffen, der sich alle Studierenden und Freund_innen der Universität zugehörig fühlen sollen, denn der Entwurf des Kooperationsvertrages sieht in seiner Präambel als Ziel unter anderem die Steigerung der Bindung der Studierenden an die JGU vor. Möchten die Studierenden aber auf diese Weise an ihre Uni gebunden werden? Eine Universität, die durch Numeri Clausi Studierenden das Recht auf freie Berufswahl verwehrt und sich vor allem der Exzellenzförderung herausragender Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen statt der Förderung möglichst aller widmet, muss kritisiert werden. Ein Studierendenwerk, welches statt sozialem Wohnungsbau vor allem Luxus-Einzelappartements für den reichen Teil der Studierenden baut, muss kritisiert werden, statt dass ein gemeinsamer Auftritt für den Speiseplan, der nicht genügend vegane und vegetarische Alternativen anbietet, geschaffen wird.

Mitgehangen, mitgefangen

Das Gerüst für CampusMainz muss gekauft und befüllt werden. Das kostet natürlich und das nicht zu knapp. Um das Projekt aufzubauen muss sich der AStA für 5 Jahre verpflichten, jährlich 10.000€ zu zahlen. Des Weiteren ist fraglich inwieweit das zurzeit in Hamburg laufende CampusPortal, in weiten Teilen Vorbild für CampusMainz, genutzt und von den Studierenden angenommen wird. Bei einer genaueren Betrachtung der Website CampusHamburg lassen sich jedenfalls einige Mängel feststellen, wie z.B. viele unnötige Doppelverlinkungen, keine durchgehend (oder einheitlich) verwendete geschlechtergerechte Sprache und eine gewisse Redundanz der auf dem Portal vorhandenen Informationen.

Nein zu CampusMainz – Ja zu alternativen Projekten

Die obengenannten Punkte sind für uns Grund genug das teure Projekt CampusMainz abzulehnen. Die Idee, Studierenden einen besseren Überblick über kulturelle Angebote und erweiterten Zugang zu Informationen zu verschaffen ist nicht schlecht, jedoch ist die Umsetzung in einer kostspieligen Homepage in dieser Form überflüssig.

Unterstützer_Innen: kritische linke, campus grün

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Kommunikationsguerilla löst Diskussionen aus

Veröffentlicht: August 6, 2011 in Allgemein
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„Die Uni Mainz steigt aus der Exzelleninitiative aus“ war der Inhalt einer Pressemitteilung der Universität, die auf der Homepage des derzeitigen Rechts-AStA bestätigt wurde. Die Meldung, die in den Medien verbreitet wurde, stellte sich als Falschmeldung heraus. Es handelte sich um Kommunikationsguerilla, weder Homepageeinträge noch Pressemitteilungen stammten von den angeblichen Urheber_Innen.

Der Spiegel: „Cyberkriminelle“ foppen Uni Mainz und Asta

Die Rhein-Zeitung: Exzellenz-Wettbewerb bringt viel, kennt aber nicht nur Sieger

Die Rhein-Zeitung: Falsche Mail: Polizei bei der MRZ

Was bleibt, ist eine Diskussion über Sinn und Unsinn der Exzellenzinitiative.

Während die Uni Mainz weiterhin versucht „Eliteuni“ zu werden, setzt sich die kritische linke weiter für eine Öffnung der Hochschule statt einer Förderung von Eliten ein.

Schwarz-Rot hatten wir uns anders vorgestellt

Veröffentlicht: August 1, 2011 in Allgemein
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Rechts-AStA an der Uni Mainz

Seit dem 29. Juni 2011 gibt es an der Uni Mainz einen Rechts-AStA. Nach der Wahl des Studierendenparlaments entschied sich die Juso-Hochschulgruppe ausschließlich mit dem RCDS Koalitionsgespräche zu führen. Dies war möglich
geworden, nachdem die Jusos neun und der RCDS zehn von 35 Sitzen im StuPa erhalten hatten. Im letzten StuPa hatten die Jusos sechs und der RCDS acht Sitze. Die politischen Inhalte und das Personal des RCDS entsprachen den Vorstellungen der Jusos nach einem internen Rechtsruck mehr, als die bisherige Koalition mit Campus Grün, SDS und kritische linke, die rechnerisch wieder möglich gewesen wäre.

Wer hat uns verraten?

Niemand. Die Jungsozialist_innen waren nämlich bereits Mitte 2004 bis 2005 am letzten Rechts-AStA beteiligt. Auch in der letzten Legislatur zeigten sie sich nicht immer von ihrer progressivsten Seite. Ihre „Neutralität“ betonend stellten sie sich eher als bremsende Kraft ohne Inhalte heraus. Das neue Team des AStA Im neuen AStA sind acht Juso- und neun (einer von ihnen gilt offi ziell als unabhängig) RCDS-Referent_innen vertreten, nur 5 von ihnen sind weiblich. Während der RCDS vor kurzem noch die Aufl ösung autonomer Referate forderte, gegen Frauenbibliothek, Haus Mainusch und Wagenplätze hetzte, den studentischen Dachverband fzs und Forderungen des Bildungsstreiks ablehnte, Sexismus und Homophobie als Einbildung des vorherigen AStA titulierte und „erhebliches Einsparpotential“ bei den Ausgaben des AStA sah, ist im Koalitionsvertrag nichts davon zu fi nden. Auf dem Papier scheint nun also auch der RCDS den rechten Rand verlassen zu haben. Um den AStA stellen zu dürfen, soll nun sogar im Amt auf das generische Maskulinum verzichtet werden. Lediglich mit der Ablehnung des allgemeinpolitischen Mandats und der Forderung nach der MTV Campus Invasion durfte sich der RCDS einbringen.

Was wird jetzt passieren?

Von Rechts nichts Neues. Das aktive Zerschlagen linker Projekte ist eher nicht zu befürchten, jedoch zweifeln wir, ob der notwendige Einsatz für das Haus Mainusch geleistet wird. Auch linke Gruppen und Projekte werden fortan mit weniger Unterstützung auskommen müssen. Falls es noch Veranstaltungen, wie z. B. das festival contre le racisme, seitens des AStA geben sollte, verlieren diese ihren emanzipatorischen Gehalt. Es erklärt sich von selbst, dass der AStA selbst
keine emanzipatorische Politik betreiben wird.

Was ist zu tun?

Auch wenn der Kapitalismus nicht von selbst zusammenbricht, ein Rechts-AStA in der Regel schon. Doch es ist notwendig, dem Rechts-AStA kontinuierlich auf die Finger zu schauen und Missetaten öffentlich zu machen. Bis dahin müssen politische Gruppen eben Projekte durch Solipartys finanzieren und Flyer selbst verteilen. Alles muss mensch selber machen

Keinen Bock auf Hochschulpolitik?

Dann komm zu uns.
kritische linke parteiunabhängige Hochschulgruppe an der Uni Mainz
Nächstes offenes Treffen am 12. Juli, 20 Uhr, Haus Mainusch
http://www.kritischelinke.de