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Buchtipps und der zugehörige Klappentext


pOe

Umfassende Analysen des globalen Kapitalismus haben wieder Konjunktur, und mit ihnen kommt auch der zwischenzeitlich totgesagte Karl Marx wieder zu unverhofften Ehren (Negri/Hardt, Robert Kurz u.a.). Freilich scheint diese Auseinandersetzung durchweg recht oberflächlich, findet zumindest Michael Heinrich und plädiert somit für eine Neuaneignung der Marxschen Theorie selbst. Daher zeigt er Wege zum Verständnis des Marxschen Hauptwerkes, dem dreibändigen «Das Kapital» aufgezeigt. Plastisch und verständlich skizziert Heinrich die historischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der «Kritik der politischen Ökonomie», geht auf deren methodischen Grundlagen ein und stellt die wichtigsten Begriffe und Konzepte vor. Was ist eigentlich Kapitalismus, und was hat es mit der ominösen Dialektik auf sich? Wie entsteht Mehrwert? Was ist Fetischismus, und wie verhält es sich mit Politik und Staat? Darüberhinaus fragt Heinrich aber auch nach der Aktualität des Marxschen Denkens und der Möglichkeit einer «Gesellschaft jenseits der Warenform».

kT

Der in der Publikationsreihe «theorie.org» erschienene Band liefert eine knappe Einführung in die Kritische Theorie, für die keine besonderen Vorkenntnisse nötig sind. Es wird erstmals der Versuch einer Bilanz der Kritischen Theorie zu Beginn des 21. Jahrhunderts unternommen – das Dilemma politischen Engagements in der Gegenwart immer im Blick.

Der Autor zeichnet die Geburt der Frankfurter Schule infolge der Krise des Marxismus nach, positioniert diese im Verhältnis zu orthodoxem Marxismus und bürgerlicher Wissenschaft und erklärt zentrale Begriffe wie etwa instrumentelle Vernunft, autoritärer Charakter und Dialektik der Aufklärung.

Daran anknüpfend stellt er die Spannweite möglicher Antworten der Kritischen Theorie auf das Praxisproblem heraus: Wie soll, wie kann sich politisch verhalten, wird diese Welt aus tiefstem Herzen ändern will, aber erkennen muss, dass die Chancen dazu verschwindend gering sind? Dieser Frage wird anhand einer Gegenüberstellung der Positionen von Adorno und Marcuse nachgegangen, die wegen ihres ganz unterschiedlichen Bezuges auf die politischen Bewegungen ihrer Zeit oft als Antipoden wahrgenommen wurden.

An

Die in diesem Buch niedergelegten Überlegungen – eine aktuelle Version von Paul Lafargues „Das Recht auf Faulheit“?
Nur, die Zeiten haben sich geändert. Heute bekommen viele, die Arbeit wollen, keine. Gibt es nicht genug Arbeit? Aber sicher, sie muß nur anders als bisher aufgeteilt werden. Was ja nicht schwerfallen dürfte, wenn man bedenkt, daß die Arbeitszeit heute etwa noch genau so lang ist wie im Mittelalter. Hier setzen die Überlegungen des Autors ein und führen zu verblüffenden, interessanten und umsetzbaren Ergebnissen.

AF

Der Anarchismus scheint aufgrund seiner Ablehnung jeglicher Herrschaft feministische Forderungen überflüssig zu machen. Dennoch formulierten Anarchistinnen wie Emma Goldmann oder die spanischen Mujeres Libres u.a. explizit feministische Forderungen, mit denen sie Ihre Genossen konfrontierten. In den 70er Jahren entstand in den USA mit Peggy Kornegger eine ausdrücklich anarchafeministische Theorie, mit der die befreienden Elemente des Anarchismusund Feminismus zusammengefügt werden sollten.

Belletristik

Frau am Abgrund der Zeit

Ein Juwel der utopischen Frauen-Literatur
Zwischen Elendsviertel, Psychodrogen und Zwangsjacke beginnt Connie eine Freundschaft, die sie in eine andere Zeit entführt. Dort ist alles anders – aber wie gut ist es wirklich? Dann ist diese künftige Welt plötzlich bedroht …
Connie Ramos lebt in den Slums von New York. Als sie versucht, ihre Nichte vor einem Zuhälter zu schützen, wird sie bewusstlos geprügelt und erwacht im Irrenhaus. Doch da ist jemand, den Anstaltsmauern nicht fernhalten können: ein geheimnisvolles Wesen namens Luciente, das schon früher manchmal bei Connie aufgetaucht ist. Sie weiß nicht recht, was sie davon halten soll. Ist es ein junger Mann, der ältere Frauen abschleppt? Luciente selbst behauptet, nur virtuell anwesend zu sein – ein Mensch aus der Zukunft. Undenkbar?
Connie Ramos‘ Gratwanderung zwischen gewaltsam verabreichten Psychopharmaka und einer gesunden, menschlich reiferen Zukunft birgt fantastische Entwürfe zu heutigen Problemen und globalen Krisen. Der Roman wird zum Thriller, als sich zeigt, dass Lucientes Zeit durch Connies Gegenwart gefährdet ist …Marge Piercy, geb. 1936, gehört zu den großen zeitgenössischen US-Schriftstellerinnen und Dichterinnen. Sie verfasste neben 14 historischen und Gegenwartsromanen zwei Utopien, Frau am Abgrund der Zeit (1976) und Er, Sie und Es (1991). Piercys Werk wurde mit etlichen Literaturpreisen geehrt und in 15 Sprachen übersetzt.

GK

Ende 1936 kam Orwell als Zeitungsreporter nach Barcelona, um über den Bürgerkrieg zu berichten. Er schloß sich der Miliz der P.O.U.M. an, der Arbeiterpartei der marxistischen Einigung, und kämpfte den Winter über an der Front in Aragonien. Als er wenig später mit ansehen mußte, wie die Kommunisten bei der Ausschaltung der ihnen nicht genehmen Gruppen Methoden der faschistischen Geheimpolizei anwandten, wurde er zu einem der erbittertsten Feinde des sowjetischen Totalitarismus.

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